Matthias Heisig

Historiker

Zeitgeschichte entdecken

Konzept, Recherche, Realisierung

Seit über 25 Jahren arbeite ich als freiberuflicher Historiker für öffentliche und private Auftraggeber. Ob Architektur- oder Fotorecherche, zeitgeschichtliche Ausstellung oder Buchproduktion, Firmenchronik oder Familienforschung – von mir können Sie stets kompetenten und engagierten Einsatz für Ihr Projekt erwarten. Vertrauen Sie dabei auf meine langjährige Erfahrung in allen Projektphasen vom Konzept über die Recherche bis zur Realisierung.

Der inhaltliche Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Neuere Zeitgeschichte, insbesondere Berlin im Kalten Krieg, NS-Geschichte, Industrie- und Unternehmensgeschichte sowie Jüdische Geschichte.

Gerne können Sie sich durch die folgende Projektauswahl einen Eindruck meiner Arbeit verschaffen.

Die Ausstellung „Blockierte Sieger – Geteiltes Berlin“ wurde am 28. Juni 2023 auf dem Vorplatz zum Hauptgebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof eröffnet. Die Open-Air-Ausstellung zu Entstehung, Verlauf und Hintergrund der Berliner Luftbrücke konnte bis zum 12. Mai 2024 besichtigt werden. Das waren 299 Tage. Exakt so lange dauerte die Blockade Berlins von 1948 bis 1949. Die Gedenkfeiern zum 75. Jahrestag des Luftbrückenbeginns und zum Blockadeende erhielten damit eine informative Ergänzung am historischen Erinnerungsort, dem Luftbrückendenkmal.

Die Ausstellung war ein Gemeinschaftsprojekt des AlliiertenMuseums, des Museums Karlshorst und des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr Flugplatz Berlin-Gatow, das die Leitung des Projekts hatte und vom dem ich in das Kuratorenteam berufen wurde.

Ein Begleitprogramm, an dessen Konzeption ich beteiligt war, in Zusammenarbeit mit der Tempelhof Projekt GmbH ergänzte die Ausstellung mit Filmvorführungen, Vorträgen und Diskussionen. Zwei Vorträge begleitete ich als Experte.

Im Hangar 3 des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr am Flugplatz Gatow wurde im Mai 2019 die von mir kuratierte Ausstellung „You Can`t Miss Gatow“ eröffnet. Sie ist Teil der Dauerausstellung des Museums und zeigt die Entwicklung Gatows als Luftwaffenstandort von den frühen 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Von der wechselvollen Geschichte des Standorts sollen hier nur wenige Stichworte genannt werden: Die Entstehung des Gatower Großkomplexes von Luftkriegsschule, Luftkriegsakademie und Technischer Akademie der NS-Luftwaffe, der frühe Einsatz von Radar-Landeunterstützung (auf die der Titel verweisen soll) sowie die Bedeutung des Flugplatzes Gatow für die Berliner Luftbrücke und im Spionageduell des Kalten Kriegs. 

Zur Ergänzung und Vertiefung der Ausstellung erschien ein von mir verfasster und mit vielen Abbildungen illustrierter Begleitband.

2018 erinnerte das Militärhistorische Museum der Bundeswehr am Flugplatz Berlin-Gatow an den Beginn der Berliner Luftbrücke im Juni 1948. Dazu erhielt ich den Auftrag, eine Ausstellung zur Funktion und Bedeutung Gatows für die Luftbrücke zu kuratieren. Die Ausstellung zeigte seltenes britisches Fotomaterial und stellte unbekannte Geschichten von Zeitzeugen vor. Die Story eines Dackels, den zwei junge Berliner Schwestern dem Flughafenpersonal zum Geschenk machten, war eine davon. Die Briten gaben ihm den Namen „Dakota“ – so nannten sie auch ihre zweimotorigen „Rosinenbomber“. Grund genug, die Ausstellung „Ein Dackel names Dakota“ zu benennen.

Anschließend wurde die Ausstellung in der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg gezeigt und eine Broschüre mit Fotos und Texten der Ausstellung veröffentlicht.

Fotos: AlliiertenMuseum/Chodan

2013 beauftragte mich das AlliiertenMuseum in Berlin mit der Kuratierung einer Ausstellung zur Geschichte der US-amerikanischen Besatzungsmacht auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof. Für das ehemalige West-Berlin war der Flughafen der wichtigste Brückenkopf für die Verbindung mit dem Westen, was er während der Berliner Luftbrücke eindrucksvoll unter Beweis stellte. Seine zentrale Lage in der Stadt war einzigartig, belastete und gefährdete aber zugleich die Anwohner. Trotzdem blieb der Flughafen auch nach der Verlagerung des zivilen Luftverkehrs nach Berlin-Tegel noch lange in Betrieb. 

Die Ausstellung zeigte die militärische Nutzung des Flughafens Tempelhof durch die US-Luftwaffe und die zivile durch die Fluggesellschaft Pan Am mit einer Vielzahl von Objekten, Fotos, Filmen und Zeitzeugenberichten.

Zur Ausstellung erschien ein dreisprachiger Begleitband, für den mich ebenfalls das Museum als Autor beauftragte.

2005 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum sechzigsten Mal. Das AlliiertenMuseum in Berlin zeigte aus diesem Anlass eine Ausstellung mit privaten Fotografien amerikanischer, britischer und französischer Soldaten, die 1945 als Besatzer in Berlin stationiert waren. Dazu wurde ich vom Museum als Co-Kurator und Redakteur der Begleitpublikation beauftragt.

Auf den Fotos in der Ausstellung präsentieren sich die Soldaten in verschiedenen Rollen: Als selbstbewusste Sieger, die sich in der Hauptstadt des Feindes vor Kriegstrophäen fotografien ließen und als unternehmungslustige junge Männer, die eine fremde Stadt erkundeten. Manchmal half der Fotoapparat auch bei der Kontaktaufnahme mit den Bewohnern und Bewohnerinnen. Einige originale Kameras der Soldaten und seltene Fundstücke aus der Reichskanzlei vermittelten in der Ausstellung etwas von der Atmosphäre jener Tage unmittelbar nach dem Krieg.

Die Begleitpublikation, für deren Redaktion ich verantwortlich war, enthält außer Zeitzeugenberichten und den Fotos der ehemaligen Soldaten einen Beitrag zum Vormarsch der Westmächte in Deutschland, das Tagebuch des ersten US-amerikanischen Berliner Stadtkommandanten Floyd L. Parks und eine Bildanalyse der Fotografien.

Mit der Beteiligung an einer Kunstausstellung im Gebäude Werner-Voß-Damm 54 a im März 1995 begann mein Engagement für den Erhalt, die Sichtbarmachung und die erinnerungspolitische Nutzung der einstigen zentralen Berliner Haftstätte der NS-Sturmabteilungen. Ihr Standort, der bis dahin unbekannt war, ist deutschlandweit eines der seltenen Zeugnisse aus der Anfangszeit des NS-Regimes. Hunderte Menschen wurden dort von März bis Dezember 1933 inhaftiert und über 40 von den SA-Männern ermordet. Die intensiven Bemühungen führten 2011 zum Erfolg, indem die Kellerräume als Gedenkstätte öffentlich zugänglich wurden.

Teil des langen Weges zur Gedenkstätte war eine Open-Air-Ausstellung, die ich 2005 rund um das Gebäude auf dem Kasernenareal für die Museen Tempelhof-Schöneberg kuratiert habe. Begleitet wurde die Ausstellung von einem wissenschaftlichen Symposium. 2006 ging eine ebenfalls von mir konzipierte Website zum SA-Gefängnis Papestraße online.   

MHeisig-min 2

Matthias Heisig
Historiker und Diplom-Politologe

info@matthiasheisig.de
Tel. 030 216 46 57

Gerne können wir unverbindlich über
die Realisierung Ihres zeitgeschichtlichen
Vorhabens sprechen. Ich freue mich,
von Ihnen zu hören.